Spielerschutz: Geld begrenzen, Spielen unterbrechen, Hilfe finden

Glücksspiel kann abhängig machen und finanzielle Verluste verursachen. Wenn Ihnen das Aufhören schwerfällt, können eine Selbstsperre und fachliche Beratung beim Ausstieg helfen. Dafür brauchen Sie keine Gewissheit über eine Suchterkrankung. Auf SteuerfreiCasinos erklären wir, was Limits begrenzen und welche Sperren greifen. Sie finden hier auch die amtlichen Antragswege und Hilfe für Angehörige. Für die Teilnahme an Online-Casinospielen gilt ein Mindestalter von 18 Jahren.
Wann sollten Sie Unterstützung suchen?
Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) beschreibt Warnzeichen für problematisches Glücksspiel. Sie können auch einzeln Anlass sein, sich beraten zu lassen. Wenn Sie sich darin wiedererkennen, besprechen Sie Ihre Situation mit dem Beratungsteam. Die folgenden Beobachtungen ersetzen keine Diagnose.
Sie können auch anrufen, wenn Sie Veränderungen noch nicht einordnen können. Das BIÖG berät ebenfalls Menschen, die sich um Angehörige sorgen.
Warum gilt bei Online-Casinospielen 18+?
Minderjährige dürfen an Online-Casinospielen nicht teilnehmen. Das folgt aus § 4 Absatz 3 Satz 2 des Staatsvertrags zur Neuregulierung des Glücksspielwesens in Deutschland (Glücksspielstaatsvertrag 2021, GlüStV 2021). Nach § 2 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) beginnt die Volljährigkeit mit dem 18. Geburtstag. Auch als erwachsene Person sind Sie nicht vor Sucht oder Geldverlusten geschützt. Bei Problemen können Sie sich beraten lassen.
Was leisten Limits, Auszeiten und Selbstsperren?
Die Funktionen haben unterschiedliche Aufgaben. Ein Einzahlungslimit begrenzt Geldzuflüsse, während eine Selbstsperre die Spielteilnahme ausschließt. Wenn Sie bereits Probleme mit dem Glücksspiel haben, lassen Sie sich zur Sperre und zum Ausstieg beraten. Eine höhere Grenze löst diese Probleme nicht.
| Funktion | Was sie bewirkt | Worauf Sie achten sollten |
|---|---|---|
| Einzahlungslimit | Begrenzt, wie viel Geld Sie innerhalb des gewählten Zeitraums einzahlen können. | Vorhandenes Guthaben wird dadurch nicht zu einer Verlustgrenze. |
| Verlustlimit | Begrenzt die nach den jeweiligen Regeln erfassten Verluste im festgelegten Zeitraum. | Prüfen Sie, welche Beträge der Anbieter dabei berücksichtigt. |
| Pause oder Auszeit | Unterbricht die Spielteilnahme für eine festgelegte Dauer. | Die Dauer und der anschließende Zugang richten sich nach der jeweiligen Regelung. |
| Realitätscheck | Zeigt Ihnen während des Spielens an, wie lange Sie bereits spielen. | Ein Zeithinweis ersetzt weder ein Geldlimit noch eine Selbstsperre. |
| Selbstsperre | Schließt Sie auf eigenen Antrag von der Spielteilnahme im jeweiligen Geltungsbereich aus. | Unterscheiden Sie eine Betreibersperre von der anbieterübergreifenden OASIS-Sperre. |
Solche Einstellungen finden Sie gewöhnlich im Spielkonto oder über den Kundendienst. Lassen Sie sich Betrag, Zeitraum und Geltungsbereich bestätigen. Eine Betreibersperre belegt keinen Schutz bei anderen Anbietern.
So setzen Sie ein Einzahlungslimit
Ein festgelegter Betrag schafft eine Grenze für weitere Einzahlungen. Die folgenden Schritte beziehen sich auf ein bestehendes Konto. Wenn Sie Schwierigkeiten haben, mit dem Spielen aufzuhören, ist eine Selbstsperre mit Beratung der passendere nächste Schritt.
- Öffnen Sie die Einstellungen Ihres Spielkontos und den Bereich für Limits.
- Wählen Sie das Einzahlungslimit, nicht das Einsatzlimit oder Auszahlungslimit.
- Legen Sie einen Betrag und den zugehörigen Zeitraum fest.
- Speichern Sie die Einstellung und kontrollieren Sie die angezeigte Bestätigung.
- Bitten Sie den Kundendienst um Einrichtung und Bestätigung, falls die Funktion dort verwaltet wird.
- Halten Sie den bestätigten Betrag und den Beginn der Gültigkeit fest. Zahlen Sie kein Geld ein, um die Funktion auszuprobieren.
Welche Bedienwege sind bei den beschriebenen Casinos belegt?
Die folgenden Angaben beschreiben veröffentlichte Betreiberregeln. Sie sind keine Prüfung innerhalb eines bespielten Kontos. Bei Problemen mit dem Glücksspiel dient eine Sperre Ihrem Schutz. Die genannten Funktionen sind kein Grund, das Spielen fortzusetzen.
Unsere Angaben beruhen auf dokumentierten Bedingungen und festgehaltenen Bedienwegen. Wie wir diese Quellen verwenden, erläutern wir im Prüfverfahren. Eine beschriebene Funktion ist keine Zusage, dass sie in Ihrer Situation ausreichend schützt.
Wie beantragen Sie eine OASIS-Selbstsperre?
Mit dem Spielersperrsystem OASIS verwaltet das Regierungspräsidium Darmstadt Sperren über einzelne Anbieter hinaus. Online-Casinoanbieter mit deutscher Erlaubnis sind daran angeschlossen und gleichen die Spielerdaten mit der Sperrdatei ab. Eine eingetragene Sperre verhindert Ihre Teilnahme bei den angeschlossenen Angeboten. Sie können den Antrag beim Regierungspräsidium oder bei einem angeschlossenen Anbieter stellen.
Die amtliche Seite zur Eintragung beim Regierungspräsidium Darmstadt führt zum aktuellen Selbstsperrantrag. Dafür stehen Ihnen folgende Wege offen.
- Öffnen Sie dort den Online-Antrag zur Selbstsperre.
- Nutzen Sie Ihre BundID oder wählen Sie „Ohne Anmeldung“. Mit BundID übernimmt das Formular hinterlegte Daten. Ohne Anmeldung tragen Sie diese selbst ein und laden einen Identitätsnachweis hoch.
- Prüfen Sie Ihre persönlichen Angaben und die gewünschte Mindestdauer. Fehlerhafte Daten können verhindern, dass die Sperre greift.
- Reichen Sie den Antrag ein und beachten Sie die Hinweise zur Bestätigung. Die Sperre wirkt ab ihrer Eintragung nach Prüfung durch die Behörde.
Eine OASIS-Selbstsperre hat grundsätzlich eine Mindestdauer von 1 Jahr. Nach § 8a Absatz 6 GlüStV 2021 können Sie eine abweichende Dauer von mindestens 3 Monaten beantragen. Der Eintrag endet nicht allein durch Zeitablauf. Über die erfolgte Eintragung erhalten Sie eine Mitteilung.
Casinos ohne deutsche Erlaubnis sind nicht an OASIS angeschlossen. Deshalb bieten sie Menschen mit einer Sperre keinen sicheren Ort zum Spielen. Wenn Sie gesperrt sind und einen Spielimpuls bemerken, wenden Sie sich an die Beratung. Eine Sperre dient dazu, weitere Spielteilnahme zu verhindern.
Wo erhalten Sie kostenlose und anonyme Hilfe?
Das BIÖG-Beratungsteam ist über 0800 1 37 27 00 erreichbar. Anrufe aus Deutschland sind kostenlos, die Beratung ist anonym. Sie können eigene Glücksspielprobleme oder Sorgen um Angehörige ansprechen. Auf Wunsch nennt Ihnen das Team auch örtliche Beratungsstellen.
Für Online-Casinospiele gilt 18+, und ein Einzahlungslimit begrenzt nur weitere Einzahlungen. Wenn Sie bereits unter Ihrem Spielen leiden, stehen Beratung und Selbstsperre im Vordergrund. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit bietet auf check-dein-spiel.de auch kostenlose, anonyme Online-Beratung für Betroffene und Angehörige.
Häufige Fragen zu Limits und Sperren
Ist ein Einzahlungslimit zugleich eine Verlustgrenze?
Nein. Es begrenzt weitere Einzahlungen im gewählten Zeitraum. Bereits vorhandenes Guthaben ist dadurch nicht vor Verlusten geschützt.
Ist für den OASIS-Antrag eine BundID erforderlich?
Nein. Das aktuelle Online-Formular bietet auch „Ohne Anmeldung“ an. Dabei geben Sie Ihre Daten selbst ein und laden den Identitätsnachweis hoch.
Gilt die OASIS-Sperre auch bei Casinos ohne deutsche Erlaubnis?
Nein. Diese Angebote sind nicht angeschlossen. Wenn eine Sperre Sie schützen soll, unterstützt Sie die Beratung beim Ausstieg.
Können Angehörige selbst eine Beratung bekommen?
Ja. Das BIÖG berät auch Angehörige kostenlos und anonym. Dafür braucht die betroffene Person nicht am Gespräch teilzunehmen.